
Abgrenzung im Herbst: Wie fallende Blätter, die altes loslassen, um Platz für Neues zu schaffen
DER HERBST IST DA!!…Selbst in der farbenfrohen Pracht des Herbstes, wenn die Blätter in leuchtenden Rottönen und Goldtönen erstrahlen und die Luft nach Laub und Kürbissuppe duftet, gibt es Momente in denen wir uns nach Ruhe sehnen. Es ist eine Jahreszeit des Übergangs, sie kann dazu inspirieren über die Bedeutung der Abgrenzung nachzudenken. In diesem Blogbeitrag erkunden wir, wie der Herbst als Metapher für gesunde Grenzen steht, um unser inneres Gleichgewicht zu bewahren. Ob es darum geht, Zeit für Selbstliebe zu finden oder sich vor den herannahenden Stürmen des Lebens zu schützen.
Tauchen mit ein in die Welt des Herbstes und entdecke in dieser zauberhaften Jahreszeit bewusst DICH abgrenzen zu können um voll und ganz in deiner Kraft zu sein.
Warum fällt mir Abgrenzung so schwer ?
Abgrenzung ist eine Fähigkeit, die uns ermöglicht, unsere eigenen Grenzen zu definieren und zu schützen. Oftmals geschieht es, dass wir in Situationen geraten, in denen unsere Grenzen überschritten werden. Wir es zulassen, dass andere über uns bestimmen und uns das verwehrt wird, was uns zusteht. Doch Abgrenzung ist nicht nur wichtig, sondern auch ein Akt der Selbstliebe.
Unsere hektische Welt ist von Verpflichtungen, sozialen Erwartungen und einer konstanten Informationsflut geprägt, was zu einer echten Herausforderung werden kann. Du bist vielleicht schon in Situationen geraten, in denen es dir schwer gefallen ist Grenzen zu setzten und Raum für deine eigenen Bedürfnisse zu nehmen. Solch einen Schritt zu wagen braucht viel Mut und es ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die von Mensch zu Mensch variieren. In diesem Beitrag werde ich auf einige eingehen, die zum Eintauchen und Anregen dienen.
Die Balance zwischen Mir und Anderen
Im Herbst werden die Tage kürzer und die Sehnsucht nach sozialer Gemeinsamkeit wird intensiver. Kennst du die Situationen, dass bereits die ersten Herbstessen und Events stattfinden und Freund*innen die gemeinsamen Stunden in der farbenfrohen Natur verbringen wollen ? Du dich aber am liebsten mit deiner Kuscheldecke und einem warmen Tee aufs Lieblingssofa legen möchtest.
Es ist ein Dilemma, das viele von uns kennen: Wir fühlen uns verpflichtet, immer für andere da zu sein – sei es in der Familie, bei der Arbeit oder in der Gemeinschaft. Wir erfüllen unsere Verpflichtungen und kümmern uns um die Bedürfnisse anderer, manchmal auf Kosten unserer eigenen. Diese sozialen Erwartungen drängen uns dazu, für die Wünsche und Bedürfnisse anderer Menschen Verantwortung zu übernehmen, und dies kann uns überwältigen.
Oftmals geraten wir an den Rand, indem die eigenen Bedürfnisse und Wünsche vernachlässigt werden. Wir geben uns die Schuld, wenn wir Zeit für uns nehmen. Diese Tendenz, ständig für andere da zu sein und sich selbst zu vernachlässigen, kann zu einer anhaltenden emotionalen Erschöpfung und einem Gefühl der Leere führen.
Mehr Energie und Empowerment
Die Kunst der Abgrenzung erfordert daher unsere eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu respektieren. Es ist wichtig zu verstehen, dass Selbstfürsorge keine egoistische Handlung ist, sondern eine notwendige Grundlage für unsere physische und emotionale Gesundheit.
Wir müssen uns bewusst machen, um für andere da sein zu können, müssen wir zuerst für uns selbst sorgen. Eine leere Tasse kann keine anderen tränken. Indem wir lernen unsere eigenen Bedürfnisse zu respektieren und uns selbst zu schützen, sind wir besser in der Lage anderen auf eine nachhaltige und gesunde Weise zu helfen. Das bedeutet nicht, dass wir aufhören sollten für andere da zu sein, sondern dass wir es mit Achtsamkeit umsetzten.
Von der Selbstkritik zur Selbstannahme
Gerade das Hin und Her zwischen vermeintlichen Verpflichtungen und den eigenen Bedürfnissen, lässt das Leben als grossen Bergen darstellen. Dabei ist dir vielleicht auch schon passiert, dass du DICH für deine Abgrenzung kritisiert hast.
Selbstkritik ist oft ein unerbittlicher Begleiter auf unserem Lebensweg. Wir neigen dazu, uns selbst unter die Lupe zu nehmen, unsere Entscheidungen zu hinterfragen und uns mit einem unrealistischen Maßstab zu messen. Der Prozess der Selbstkritik kann dazu führen, dass wir uns mit Selbstzweifeln belasten und von der eigenen Selbstannahme entfernen. Doch es gibt einen befreienden Weg, der uns aus diesem Teufelskreis herausführt – die Reise von der Selbstkritik zur Selbstliebe.
Dein gelebter Selbstwert als Schlüssel
Ein gesunder Selbstwert und die Fähigkeit zur Abgrenzung gehen Hand in Hand. Wenn Du anfängst deinen eigenen Wert zu erkennen und dir selbst mit Mitgefühl zu begegnest. Wirst du eher in der Lage sein, klare Grenzen zu setzen. Ein starkes Selbstwertgefühl bedeutet, dass du weißt, dass du Respekt und Rücksichtnahme verdienst, genauso wie jeder andere.
In der herbstlichen Jahreszeit des Lebens brechen wir auf zu einer Reise, die von Abgrenzung und Selbstachtung geprägt ist. Wie die Blätter allmählich ihre Farben ändern und sanft zu Boden fallen, so wandelt sich auch unser Weg von der Selbstkritik zur Selbstliebe. Diese Reise mag anspruchsvoll sein, aber sie ist ebenso lohnend wie die herbstliche Pracht der Natur.
